Wandel auf dem Arbeitsmarkt: Reverse Recruiting

Werner Witte | 26. Februar 2019 | Jobangebote, Mitarbeitersuche, Reverse Recruiting, Stellenausschreibung

In einigen Branchen bewerben sich immer weniger Fachkräfte auf ein Inserat. Nun liegt es am Unternehmen, sich bei den Arbeitnehmern zu bewerben. Dies geschieht auf speziellen Portalen, auf Jobmessen und vor Allem über Social Media. Dieser Vorgang wird auch Reverse Recruiting, also Rückwärts-Bewerbung, genannt.

Jobangebot richtig platzieren

Es gibt beinahe unzählige Möglichkeiten, das Stellenangebot an den Mann oder die Frau zu bringen. Besonders populär sind Soziale Medien wie Facebook, Twitter, Snapchat oder mittlerweile auch WhatsApp. Zusätzlich erleben „geschäftliche“ Plattformen wie LinkedIn oder Xing immer größeren Zuwachs. Mit hoher Wahrscheinlichkeit treffen Sie hier auf potentielle Arbeitskräfte.
Natürlich ist das immer branchenabhängig. Daher ist es wichtig, dass Sie Ihre Zielgruppe kennen. Vielleicht sind Ihre Zielpersonen eher offline auf Jobmessen unterwegs oder lesen lieber Tageszeitungen, als sich im Web aufzuhalten.
Die größte Chance den passenden Arbeitnehmer zu finden besteht natürlich, wenn Offline- und Online-Angebote in Kombination genutzt werden. Neben den Sozialen Plattformen stehen natürlich auch Fachgruppen oder Foren zur Verfügung, auf denen sich die Arbeitssuchenden untereinander und mit den Unternehmen austauschen können.

Der Bewerbungsprozess beim Reverse Recruiting

Passen Kandidat und Unternehmen gut zusammen, wird der Bewerbungsprozess angeschoben. Hierbei gelten die gleichen Voraussetzungen wie bei der herkömmlichen Bewerbung des Arbeitnehmers. Anschreiben, gewünschte Fähigkeiten, Lohn und exakte Beschreibung der Stelle sollten individuell an die potentiellen Arbeitnehmer versendet werden. Auf keinen Fall soll der Kandidat den Eindruck bekommen, dass er einfach im Blindkopie-Feld der E-Mail eingesetzt wurde und eine Massenmail bekommen hat.
Es geht darum, dem Jobsuchenden einen attraktiven Arbeitsplatz zu bieten. Dieses Angebot ist bestenfalls so gut, dass der Arbeitnehmer es annimmt. Kommt es zu einem ersten „Vorstellungsgespräch“ entscheiden sich 16% der Arbeitnehmer innerhalb der ersten fünf Minuten, 75% nach dem ersten Kennenlernen für oder gegen einen Arbeitgeber. (Quelle: Arbeitsmarktstudie des Personaldienstleisters im DACH-Raum Robert Half)

Fachkräfte gewinnen und halten

Die Versprechen, welche bei der Bewerbung gemacht wurden, müssen dann natürlich auch eingehalten werden. Wenn Sie als Unternehmen authentisch auftreten, können Sie die Fachkräfte nicht gewinnen und halten. Der Arbeitsplatz muss so beschrieben sein, dass die Attraktivität nicht nur auf dem Papier steht, sondern auch in die Tat umgesetzt werden kann.
Binden Sie Ihre Mitarbeiter mit attraktiven Zusatzleistungen und interessieren Sie sich für Ihre Bedürfnisse. Je zufriedenen die Mitarbeiter, desto lieber kommen Sie zur Arbeit.

Wir beraten Sie gerne rund um das Thema Stellenausschreibungen, den gezielten Einsatz davon und wie Sie diese an den Arbeitnehmer bekommen.

Fazit

Bisher lief die Suche nach Arbeitnehmern wie folgt: Das Unternehmen inseriert in der Zeitung oder auf Jobbörsen im Internet und der Jobsuchende bewirbt sich auf diese Stellenbeschreibung. Doch der Markt der Arbeitswelt hat sich in den letzten Jahren geändert. Unternehmen müssen nun bei der Mitarbeitersuche mehr auf den individuellen Arbeitnehmer eingehen und sich bei ihm als potentieller Arbeitgeber bewerben. In Zukunft wird das Reverse Recruiting immer mehr in den Vordergrund rücken, wenn man auf der Suche nach Fachkräften ist.